EU Recht Energieausweis

Energieausweis in Österreich

In Österreich sind die Regeln für den Energieausweis bundesländerweit nicht einheitlich geregelt. Der Energieausweis für einen Altbau sieht anders aus als für einen Neubau. Auch die Förderungen sind je nach Bundesland unterschiedlich kompliziert.

"Es gibt unterschiedliche Energieausweise. Alte sehen anders aus als neue, steirische sehen anders aus als solche aus Salzburg"....."für Konsumenten verwirrend"...
So schreibt das österreichische Verbrauchermagazin "Konsument" in der Ausgabe März 2014 über den Energieausweis in Österreich.

Tatsächlich sind die Regeln zwar österreichweit genormt, oder besser geschrieben, sollten österreichweit gelten.  Unterschiede beim Energieausweis gibt es trotzdem. Und diese Details sollten beachtet werden, wenn um eine Förderung angesucht wird. Sonst könnte nämlich der Amtsschimmel störrisch wiehern und die Förderung wird dem Steuerzahler verweigert. Bleibt diesem dann nach den Investitionen nur die Freude, etwas für die Umwelt getan zu haben.


Energieausweis in Österreich. Neubau oder Altbau.

Bis vor dem gesetzlichen Update ab 01.12.2012 musste für einen Altbau kein Energieausweis vorgelegt werden.  Zumindest galt diese Regelung in Wien. Diese Ausnahmeregelung gilt nun nicht mehr. Auch Altbauten müssen nun einen Energieausweis vorlegen. Ebenso Häuser in Schutzzonen und denkmalgeschützte Gebäude, welche ebenfalls energieausweisbefreit wurden.
Es gibt jetzt jedoch einen Ausnahmekatalog der beispielsweise nur für Sommerhäuser gilt. Häuser, welche im Winter nicht bewohnt werden, benötigen keinen Energieausweis. Auch provisorische Gebäude sind befreit.


Förderungen in den Bundesländern

Viele Energieausweisersteller welche österreichweit tätig sind, beklagen die unterschiedlichen Regelungen beim Energieausweis und ständigen Gesetzesänderungen, die die Kundenberatung erschweren.
Eine Förderung für Sanierungstätigkeiten zu erhalten ist in Österreich schwierig.
In der Spalte links "Förderbedingungen Wien 2013" sehen Sie nur einige der notwendigen Voraussetzungen, die Sie (neben dem Energieausweis) erfüllen müssen, um in den Genuss einer Förderung zu gelangen.
Wehe, wenn irgendwas schief geht bei der Baufirma.
Oftmals sind Förderungen nur ein "Lockvogel". Ausbezahlt wird nicht immer, es gibt genug Hintertüren.


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Förderbedingungen Wien 2013

In Wien ist die Förderung im Jahr 2013 davon abhängig, "wie hoch die umfassende thermisch-energetische Sanierung mit einer erheblichen Verringerung des Heizwärmebedarfs" ausfällt.
Kennen Sie sich noch aus? Klingt kompliziert und ist es auch. Auch die Anforderungen beispielsweise an die U-Werte ist bautechnisch nicht immer einfach einzuhalten, wenn kostengünstig gebaut werden soll.

Auch die Voraussetzungen an den Materialgegebenheiten sind zwar großteils umweltfreundlich, aber vom "Häuslbauer" nicht immer einfach zu überprüfen.
Beispielsweise schreiben die Richtlinien vor, dass die Fenster nicht PVC haltig sein dürfen. Die Dämmstoffe dürfen nicht FCKW-, HFCKW- und FCKW-haltig sein.

Voraussetzung für die Förderung in Wien ist auch, dass der Baubeginn spätestens 6 Monate nach Zusicherung der Förderung erfolgt.
Abbildung: "Typenschein fürs Haus", Energieausweis Info des VKI, periodische Druckausgabe "KONSUMENT" vom 3/2014
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